Bestehendes neu programmieren
Die Nachkriegssiedlungen der 1950er bis 1970er Jahre bilden bis heute einen wesentlichen Teil des Wohnungsbestands im Rhein-Main-Gebiet. Ihre Sanierung konzentriert sich häufig auf energetische Ertüchtigung, konstruktive Verbesserungen und Barrierefreiheit. Weniger berücksichtigt wird dagegen die Frage, ob die bestehenden Wohnungsgrundrisse und Programme noch auf heutige Formen des Wohnens reagieren können.
Genau hier setzt das Forschungsprojekt an. Nicht der Ersatz der vorhandenen Strukturen steht im Mittelpunkt, sondern ihre programmatische Weiterentwicklung. Homeoffice, Pflege, Betreuung, neue Haushaltsformen und gemeinschaftliche Nutzungen werden als veränderte Anforderungen an einen Bestand verstanden, dessen räumliche Grundordnung ursprünglich für andere Lebensmodelle entwickelt wurde.
→ Sanierung wird damit nicht nur als technische Erneuerung verstanden, sondern als Möglichkeit, bestehende Wohnformen neu zu programmieren.
BESTAND - SANIERUNG - PROGRAMM - WOHNEN - ANPASSBARKEIT












