023
Szenografie mit atelier joel joebgen
Kategorie
Ausstellung
Typologie
Kultur
Kontext
Öffentlich
Ort
Frankfurt am Main
Jahr
2026
024
-
Masterthesis - Potential Terrassenhaus
023
-
Szenografie mit atelier joel joebgen
022
-
Selbst ist der Mensch. - Masterthesis A. Catarina Nebeling
021
-
Temporäre Intervention Kirchenruine mit atelier joel jerome joebgen
020
-
Modularer Möbelentwurf
019
-
Studiokonzeption mit atelier joel jerome joebgen
018
-
Lucy - studentisches Co - Working
017
-
Aufstockung altes Kühlhaus
016
-
Watching Fox
015
-
Das Grüne Haus
014
-
"Ruben's Arepas" in Berlin
013
-
Forschungsprojekt "Home & Office"
012
-
Erweiterung eines Einfamilienhauses
011
-
Bonifazius Türme Mainz
010
-
Urbanes Wohnen in Bad Kreuznach
009
-
Machbarkeitsstudie KiTa Gedern
008
-
Sanierung eines Kulturdenkmals - Altes Kino
007
-
Dachaufstockung in Mainz-Kastel
006
-
Lounge Chair
005
-
Erweiterung & Aufstockung eines Einfamilienhauses
004
-
Kleinsiedlungsvilla am Fliederweg
003
-
Art Cathedrale
002
-
Wagenremise im Schloss Bad Homburg
001
-
Umbau Bestandshaus zur Praxis
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Art Cathedrale
002
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Wagenremise im Schloss Bad Homburg
001
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Umbau Bestandshaus zur Praxis

Szenografie mit atelier joel joebgen
Ausstellung
Kultur
Öffentlich
Frankfurt am Main
2026



Die Ausstellung „On Display. Wie Grafikdesign uns gestaltet“ untersucht, wie sehr Gestaltung unseren Alltag und unsere Wahrnehmung prägt. Grafikdesign begegnet uns auf Verpackungen und Bildschirmen, in Werbung, Orientierungssystemen und öffentlichen Räumen. Oft bleibt seine Wirkung dabei unbewusst – obwohl Gestaltung mitbestimmt, wie wir Informationen lesen, Zusammenhänge verstehen, fühlen und handeln.
Anhand unterschiedlicher gestalterischer Positionen fragt die Ausstellung nach dieser gesellschaftlichen Dimension von Grafikdesign und danach, welche Wirkung Gestaltung insbesondere vor dem Hintergrund politischer, technologischer und sozialer Veränderungen entfalten kann.
→ Unsere Raumkonzeption bildet das Outro der Ausstellung. Nach dem Durchlaufen der einzelnen Positionen entsteht hier ein Ort, an dem das Gesehene nicht abgeschlossen, sondern erneut aufgegriffen, diskutiert und in Workshops weitergedacht werden kann.


Der Gedanke der Reflexion wird durch einen Spiegel unmittelbar in den Raum übersetzt. Seine aus der Horizontalen gedrehte Position erzeugt kein statisches Abbild. Je nachdem, von welcher Seite die Besucherinnen und Besucher den Raum betreten und wo sie sich darin bewegen, werden unterschiedliche Bereiche der Ausstellung, Personen und Objekte sichtbar.
DER SPIEGEL BILDET NICHT NUR AB – ER VERÄNDERT DIE BEZIEHUNG ZWISCHEN BLICK, INHALT UND EIGENER POSITION.
Auch die auf der Tafel präsentierten Exponate oder während der Workshops entstehenden Arbeiten werden Teil dieser wechselnden Bilder. Der Spiegel wird dadurch weniger als Objekt, sondern vielmehr als räumliches Instrument verstanden.
Unterhalb des Spiegels bildet eine große gemeinsame Tafel das soziale Zentrum des Raumes. Während der Spiegel eine visuelle Reflexion erzeugt, entsteht am Tisch eine zweite Ebene: Inhalte werden im Gespräch verhandelt, Gedanken miteinander geteilt und während der Workshops gemeinsam weiterentwickelt.
Die geometrischen Ausschnitte der Tischplatten durchbrechen bewusst die eindeutige Grenze der Tischkante. Sie ermöglichen es, näher in die Fläche hineinzutreten, verändern die Abstände zwischen den Personen und lösen das klassische Gegenübersitzen punktuell auf.
→ Aus einer klar begrenzten Tischfläche entsteht so ein offenerer Raum für unterschiedliche Formen des Austauschs. Je nach Situation kann gemeinsam gearbeitet, diskutiert, präsentiert oder um die gesamte Fläche herum gegangen werden. Die Tafel wird damit nicht nur zum Möbel, sondern zum räumlichen Träger von Begegnung und inhaltlicher Weiterarbeit.


Die Gestaltung des Raumes nimmt sich in Farbigkeit und Sättigung bewusst zurück. Der nahezu neutrale Hintergrund überlässt den wechselnden Arbeiten, Gesprächen und Nutzungen die visuelle Präsenz. Gleichzeitig erhält der Raum einen bewusst offenen Studiocharakter.
Eigene Leuchten strukturieren die große Fläche, während bewegliche Sitzelemente auf Rollen immer wieder neu im Raum positioniert werden können. Zusammen mit der Tafel entsteht so keine festgeschriebene Möblierung, sondern ein System, das unterschiedliche Situationen zulässt: einen großen Workshop, gemeinsames Arbeiten an einer Tafel, kleinere Gesprächsgruppen oder eine Ausstellungsfläche, die von allen Seiten betrachtet werden kann.
→ Die räumlichen Elemente wurden nicht nur entworfen, sondern weitgehend selbst entwickelt und gefertigt. Konstruktion, Material und Herstellung bleiben dadurch unmittelbar mit dem Entwurf verbunden.
FLEXIBILITÄT - STUDIO - EIGENFERTIGUNG - ANEIGNUNG - AUSSTELLUNG
Die Konzeption, Planung und handwerkliche Umsetzung des Raumes entstand in enger Zusammenarbeit mit Joel. Vom ersten Gedanken über die Entwicklung der einzelnen Elemente bis zu ihrer Fertigung wurde das Projekt gemeinsam erarbeitet und in wesentlichen Teilen selbst umgesetzt.
Ein besonderer Dank gilt Joel für den intensiven gemeinsamen Prozess und die selbstverständlich geteilte Verantwortung zwischen Entwurf und Herstellung.
Ebenso danken wir Jonas Deuter für die Einladung, das Vertrauen und die Möglichkeit, den abschließenden Raum der Ausstellung zu entwickeln, sowie David Belkirsch und Leon Plum für ihre Unterstützung und die Zusammenarbeit während der Umsetzung.
„On Display. Wie Grafikdesign uns gestaltet“ ist im Museum für Angewandte Kunst Frankfurt zu sehen.


On Display | Wie Grafikdesign uns gestalte
21. August – 8. November 2026
atelier joel jerome joebgen
Tobias Materer


